Bundesweiter Vorlesetag – Wir waren dabei!

„Die Liebe zum Lesen entsteht auf dem Schoß der Eltern“, sagt der Volksmund, doch längst haben nicht mehr alle Eltern die Zeit und manchmal auch nicht mehr die Kraft, am Ende eines harten Tages, es sich mit den Kleinsten so richtig kuschlig zu machen und durch die Kraft der Literatur in ferne, abenteuerliche, fantastische Welten zu reisen. Resultat: Oft verfügen die Kinder nicht einmal über Standardkompetenzen beim Lesen. Dabei zählt die Lesekompetenz zu den Kernkompetenzen, die man in der Schule erwirbt, um in einer immer komplexeren Welt zurecht zu kommen. Wirtschaft und Politik machen sich zunehmend Sorgen und versuchen mit verschiedensten Mitteln und Aktionen gegenzusteuern. Der bundesweite „Vorlesetag“, seit 2004 immer Ende November, ist so eine Aktion. Waren es anfangs gerade einmal 1900 Vorleser, die an verschiedensten Orten vorlasen, sind es heute schon über 170 000 Vorleser und auch die Grundschule Rückersdorf ist schon lange mit dabei. In diesem Jahr überlegte sich die Fachkonferenzleiterin Grit Albrecht eine ganz besondere Aktion und die schlug richtig ein. Besonders gute Vorleser der Jahrgangsstufen 2 bis 6 sollten den Kindergartenkindern des Mehrgenerationenhauses (MGH), in ihrem Haus, etwas vorlesen. Gesagt, getan, es wurden Freiwillige gesucht und gefunden. Diese durften während des Deutschunterrichts „ihren Auftritt“ üben und das machten sie selbständig und richtig gut. Ab ging es in das MGH, dort wurden die Schüler in verschiedene Gruppen verteilt und los ging es. Kinder und Betreuer waren am Ende total begeistert. „Eine tolle Aktion!“ In der Folge denkt man an der Grundschule über die nächste Wiederholungsaktion unter dem Motto „Kinder lesen für Kinder“ nach und prüft Möglichkeiten, dass intensivere „Lesepatenschaften“ entstehen können.

Verfasser:
Herr Pötzsch, Lehrer