Wie war es denn damals so?

Am 18. Juli wanderten die Schülerinnen und Schüler der 3. Klasse bei strahlendem Sonnenschien nach Lindena. Ziel war das Bauernmuseum. Vorbei ging der Weg an Wiesen, Feldern und am Wald. Überall gab es was zu entdecken. In Lindena angekommen mussten sich alle erst einmal stärken.

Zuerst erzählte uns Frau Boden davon, wie das Leben früher auf dem Bauernhof so war, damals zu den Zeiten unserer Urgroßeltern und noch viel Früher. Es gab keinen Strom, keine Heizung, kein fließend Wasser. Auf den Feldern arbeiteten die Leute ohne Maschinen, sogar die Kinder mussten mithelfen. In den Räumen des Museums machten wir dazu viele Entdeckungen. Zum Beispiel schwere Bügeleisen, Lockenzangen Lampen mit Kerzen, die Waschschüssel mit Wasserkrug, uralte Bücher, den Nachttopf unter einem sehr kleinen Bett. In der Küche gab es Milchkannen, Quirle aus Tannenbäumen, Butterfässer, den Ofen, den man zum Kochen heizen musste mit Holz, das aus dem Wald mit Pferdewagen oder Huckekorb geholt werden musste. Man könnte noch so vieles mehr aufzählen.

Besonders toll war für uns die Unterrichtsstunde in einem uralten Klassenzimmer. Die Kinder trugen früher Schulkleidung, hatten sehr kleine Ranzen und fürs Frühstück eine Brottasche. 65-85 Kinder waren in einer Klasse. Geschrieben wurde auf einer Schiefertafel mit einem Griffel. Für ungehorsame Kinder gab es die Eselsbank. Oder man musste in der Ecke stehen. Für ganze schlimme Sachen gab es mit dem Rohrstock. Zum Ende des Unterrichts wurde immer gebetet. Jungen durften bis zur 7. Klasse zur Schule und konnten studieren. Mädchen mussten nach der 5. Klasse arbeiten und heiraten. Nach der anstrengenden Unterrichtsstunde gab es für alle Schüler leckere frisch gebackene Waffeln und Tee.

Wir sagen vielen Dank an Frau Boden und ihre Helfer für diesen erlebnisreichen, interessanten Tag.

Verfasser:
Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 3